Motte kann man nicht übersehen, denn kaum geht die Tür auf, stürmt er hervor und muss erst einmal alles abchecken. Zunächst hielten wir ihn für eine Katze, daher auch der Name. Jetzt wird er auch liebevoll Mottemann genannt. Als er gefunden wurde, war Motte deutlich zurückhaltender und anfangs sogar schüchtern. Davon ist nun rein gar nichts mehr zu merken: Motte fremdelt nicht, ist sehr aktiv und will beschäftigt werden – ansonsten denkt er nämlich zu viel ans futtern.
Wie man auf den Bildern sehen kann, kommt er aber auch zur Ruhe und genießt Streicheleinheiten. Motte kennt Menschen und scheint sich daran glücklicherweise schnell wieder erinnert zu haben, aber wer weiß, wie lang er auf der Straße gelebt hat. Als er gefunden wurde, war er recht schmal und voll von Parasiten, aber auch bereits kastriert. Leider trug er keinen Chip, sodass die Suche nach möglichen Besitzer:innen nahezu aussichtslos ist. Inzwischen ist er gekennzeichnet und kann hoffentlich nicht noch einmal verloren gehen.


Wenn man sich von Mottes überschwänglicher Art nicht abschrecken oder überfordern lässt, ist er auch für Katzenanfänger:innen vorstellbar. Der süße Mottemann weiß genau, was er will und kann seinen Menschen bestimmt auch etwas auf der Nase rumtanzen, wenn man ihn lässt. Wie er auf Kinder reagiert, müsste noch ausgetestet werden, aber Kleinkinder im Haushalt sind eher nicht vorstellbar. Andere Katzen findet er sehr doof und möchte daher als Einzelprinz in seinem neuen Zuhause regieren. Motte möchte definitiv Freigänger werden und bestimmt auch mal den ein oder anderen längeren Streifzug unternehmen.
Nichtsdestotrotz brauch und fordert er auch viel Zeit ein und möchte seinen Dosenöffner:innen alles von seinen Abenteuern erzählen. Allzu lange möchte er daher nicht alleine sein und sich langweilen müssen, denn Mottemann ist ein selbstbewusster und dennoch manchmal anhänglicher Kerl mit viel Traumkater-Potenzial.
| Geschlecht | kastrierter Kater |
| Geboren | ca. 2023 |
| Haltung | Freigang |
| Anfängergeeignet | vorstellbar |
| Artgenossen | nein |
| Hunde | nicht bekannt |
© Fotos: Birgit Lampe