Nun ja, was vor fast zweieinhalb Jahren begann ist mittlerweile eine kleine Erfolgsgeschichte der beiden „Katzendamen“ Daisy (die jüngere der beiden, jetzt 5 Jahre alt) und Tessa „die Ältere“ (8 Jahre alt). Beide lebten als „scheue Katzen“ im gemeinsamen Katzenhaus im Tierheim Bonn und kamen Anfang Februar 2024 zu uns nach St. Augustin. An uns als neue Büchsenöffner“ gewöhnten sie sich…sagen wir mal: relativ unterschiedlich.
Daisy machte in kurzer Zeit sehr große Fortschritte und traute sich Vieles zu, das Tessa maximal aus der Entfernung beobachtete. Allerdings stellten wir auch fest, dass Daisy extrem neugierig und auch etwas übermütig sein kann, während Tessa, katzenmäßig distanziert, sich immer einen Fluchtweg offenhält. Für den Weg nach draußen interessierte sich Daisy sehr, Tessa hingegen fast gar nicht. Im Gegenteil: sie will ihre Ruhe, ihre Plätze, ihr Fressen…gut ist. Daisy beäugte jede offene Tür mit Hingabe, aber ihre Neugierde und ihr scheinbar nicht vorhandener Respekt bzw. die Angst vor Unbekanntem liessen nur einen Schluss zu: der Garten musste umgebaut und katzensicher gemacht werden. Gesagt getan, nach etwa 1 Monat war alles soweit. Katzenzaun aufgebaut, Überkletterschutz angebracht, „Katzentreppe“ (Holzscheite) installiert…. und auf ging das Fenster. Es hat dann nochmal ca. 1 Woche gedauert, bis Daisy einen für sich akzeptablen Weg nach draußen gefunden und den Garten erkundete hat.
Tessa hat derweil ihre Vorsicht teilweise abgelegt, ist immer noch „sehr aufmerksam“, hat die Fluchtdistanz zu uns aber auf ein sehr geringes Maß reduziert, liegt Abends in der Nähe ihrer Menschen und wenn man einmal ganz viel Glück hat….lässt sie sich sogar für ein paar Momente kraulen. Sehr selten – aber immerhin! Sie schnurrt nie, kann aber um Leckerlis betteln wie eine Große! Fressen geht immer!
Daisy hat den Garten bereits komplett in ihr Revier einbezogen, weiß auch, wie sie uns dazu bringt, das Fenster zu öffnen und wann es dann abends Zeit ist, reinzukommen: Fressenszeit! Und ist die Schmuserin par excellence…. Kraulen ist ein Muss, egal wann oder wo. Da wird sich auch schonmal auf den Rücken geworfen und gefordert! Geschlossene Türen: ein Graus, es wird lautstark protestiert. Chefin nicht im Haus: es wird lautstark protestiert und in aussichtsreicher Position gewartet. Scheu….das war einmal, mittlerweile ist sie eher das Gegenteil und kann dabei auch schonmal recht zickig gegenüber Tessa werden. Obwohl die beiden Katzen sich grundsätzlich blendend verstehen, morgens immer begrüßen und gemeinsam das Haus unsicher machen.
Die neueste Entwicklung: wir haben Tessa im offenen Fenster stehend entdeckt und waren ziemlich überrascht: sie hatte tatsächlich den Weg nach draußen „überprüft“, zumindest schon mal den Garten begutachtet (wenn auch aus der für sie üblichen Distanz und mit entsprechender Vorsicht!) Trotzdem: es ist nur noch eine Frage der Zeit. Die bekommt sie und wir sehen, was sich daraus ergeben kann.
Es war eine gute Entscheidung, beide Katzen zusammen zu lassen und ihnen hier ein sicheres und gutes „zu Hause“ zu geben, wissend, dass Zeit und Geduld eine wichtige Rolle spielen. Wir sind uns recht sicher: Spaß und Freude haben hier in Haus und Garten ALLE!






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