Sie kamen zwar getrennt voneinander ins Tierheim, gehören aber definitiv zusammen. Tine und Tobi wurden mit vielen anderen Katzen längere Zeit wild lebend beobachtet, ehe sie gesichert werden konnten. In der Katzengruppe hat sich gezeigt, dass vor allem Tine schlechte Erfahrungen mit anderen Katzen gemacht hat und nicht gut mit Artgenossen kann – außer mit ihrem Tobi.
Hier im Tierheim haben wir sie wieder miteinander vereint und die Chemie stimmt nach wie vor. Vor allem Tine liebt Tobi sehr und orientiert sich an ihm. Tagsüber verkriechen sich die Beiden noch in separaten Verstecken. Nachts wird dann gespielt, wild getobt und gekuschelt. Wenn Tobi sich dem Futterbuffet nähert, flitzt Tine herbei und schmiegt sich schnell an ihn.
Dass die Beiden sich und auch vielen anderen Katzen bei uns im Tierheim so ähnlich sehen, ist kein Zufall. In der Katzengruppe am Fundort lebten wahrscheinlich auch die Eltern und Geschwister von Tine und Tobi. Die Zwei kann man bei näherem Hinsehen auseinanderhalten, denn Tobi ist deutlich größer und auch die weiße Zeichnung im Gesicht ist anders.
Bisher sind Tine und Tobi wie viele ehemals wild lebenden Katzen die meiste Zeit wie unsichtbar und nicht gerade erfreut über menschliche Annäherung. Wir werden hier berichten, wie sich die Beiden entwickeln und welche Fortschritte sie hoffentlich bald machen werden. In jedem Fall sind sie nicht passend für Katzenanfänger:innen oder Kinder. Wenn sie nach einer langen Eingewöhnungszeit im neuen Zuhause irgendwann soweit sind, sollten sie gemeinsam Freigang genießen dürfen.


| Geschlecht | kastrierte Katze & kastrierter Kater |
| Geboren | ca. 2025 |
| Haltung | Freigang |
| Anfängergeeignet | nein |
| Artgenossen | eher nein |
| Hunde | nicht bekannt, eher nein |
| Im Tierheim seit | 23.03.2026 & 14.02.2026 |
© Fotos: Mona Kern/Caprice Hellekes