Post von Sabrina und Zoro

vom 04.08.2015

Liebe Tierheim-Crew,

DSCF0369_neam 23.07.2015 kamen mein Mann und ich zu Ihnen ins Tierheim, um nach einem oder zwei neuen Kumpels für unser Kaninchen zu schauen. Dessen Kumpel war einen Tag zuvor leider plötzlich verstorben. Um „Jumper“ ein Leben in Einzelhaft zu ersparen, entschlossen wir uns, gleich zwei neue Artgenossen aufzunehmen und wollten uns bei Ihnen mal umsehen.

DSCF0375-neNach einem kurzen Vorgespräch, in dem Haltungs- und Rahmenbedingungen zu Haltung abgesprochen wurden, zeigte uns Ihre Kollegin (…) einige Kaninchen im Obergeschoss. Da wir hier bereits ein spring-wütiges Exemplar haben, mussten wir uns gedanklich leider bereits früh von einem schwarzen Löwenköpfchen „verabschieden“, das Stallbegrenzungen als Hüpfanlagen zu betrachten schien.

Sie (…) zeigte uns dann „Sabrina“, die etwas verschüchtert und zurückgezogen in einer Holzbox saß und sich kaum aus dieser Box herausbewegte. Mit dem Hinweis, dass bei Sabrina alle zwei Tage der Analbereich zu säubern sei, nahmen wir das Widderchen in Augenschein und waren sofort überzeugt, dass wir ihr ein schönes zu Hause bieten möchten, in dem sie sich vielleicht auch mal aus ihrer Box trauen würde. Nun standen wir aber vor dem „Problem“, dass wir nun zwei Weibchen hatten. Also sollte noch ein kastriertes Böckchen dazu. Einen beherzten Griff (…) später wurde uns Zoro präsentiert. (…) Sabrina und Zoro sollten es sein. Trotz Säuberungsprozeduren, Box-Versteck-Szenarien und Zahnfehlstellung…

Und so zogen die beiden bei uns ein. Sabrina tauften wir am nächsten Morgen um in „Lotte“.

Unsere Alt-Eingesessene „Jumper“ war erst neugierig, jagte dann aber den neugierig auf sie zu hoppelnden Zoro quer durchs Gehege. Obwohl jeder seinen eigenen großen Stall in dem gemeinsamen Außengehege hat, wollte Zoro sich immer wieder hinter Lotte verstecken – die jagte ihn anfangs aber auch immer wieder aus dem Stall und wir machten uns etwas Sorgen, dass nun totales Durcheinander und große Hektik ausbrechen würde – schließlich waren sich nun auch noch die beiden Tiere nicht mehr grün, die vorher zusammen in herrlicher Eintracht im Tierheim ein Gehege teilten. Abends rief (das Tierheim) an und erkundigte sich nach dem beiden Neuankömmlingen. Mein Mann berichtete ihr von der Situation und sie bat um Geduld. SO erkundete Zoro immer wieder mutig die Gegend, wurde aber immer wieder durch den Käfig gejagt.

Am zweiten Tag, die Skepsis, dass sich die Situation beruhigen würde, wurde doch immer größer, nahmen wir die Säuberung und Versorgung von Lottes Analbereich in Angriff. Dazu holten wir sie aus dem Stall, den sie bis dahin vielleicht 2 Minuten verlassen hatte, und verschlossen alle Stalltüren. Nach dem Versorgen ließen wir sie durch das Gehege laufen. Erst suchte sie immer wieder den Weg zurück direkt in den Stall.. doch der war ja zu.

In dem Moment muss sie erkannt haben, wie schön es draußen ist, denn seit dem Tag läuft sie viel draußen herum, liegt gemütlich im Schatten oder knabbert an Haselnuss-Ästchen. Sie ist kaum wieder zu erkennen – sie blüht regelrecht auf. Es ist ein wunderschöner Anblick!

Bisher haben wir Lotte insgesamt zweimal im Analbereich saubermachen und mit Creme versorgen müssen. Die regelmäßigen Sichtkontrollen haben gezeigt, dass der Bereich vollständig trocken und sauber ist. Natürlich schauen wir jeden Tag nach – bisher ist es sauber und trocken. Wir sind überglücklich!

Mittlerweile ist Ruhe eingekehrt im Gehege – ab und an wird etwas gerannt, aber meistens machen sich Ruhe und Zufriedenheit breit.

DANKE! Danke für Ihre tolle Arbeit und danke, dass Sie uns so zwei tolle, liebe Tiere vermittelt haben! Der erste Blick morgens in den Stall, die drei dort in Frieden sitzen zu sehen – es ist herrlich! Wir möchten Zoro und Lotte nicht mehr hergeben – für kein Geld der Welt!

Danke!!

Anbei noch ein paar Fotos, die wir heute Abend gemacht haben.

Herzliche Grüße

S. A.

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