vom 05.08.2015
Hallo liebe Katzenbetreuer,
nun bin ich schon seit über einem halben Jahr bei der Familie Reifferscheid und ich muss sagen, es gefällt mir immer besser hier. Das Klicker-Training haben wir inzwischen noch weiter ausgebaut und verfeinert, es ist mittlerweile zu einem festen Ritual geworden. Die Familie überträgt mir auch immer mehr Aufgaben, so sollte ich im Juli eine Woche auf das ganze Haus und meine zwei Freunde aufpassen und auch ein Auge auf die befristeten Futtergeber haben, was aber auch sehr gut geklappt hat.
Trotz alle dem war ich froh als sie nach dieser Woche wieder zu Hause waren und ich glaube das waren sie auch.Aber so richtig warm wurde ich mit ihnen als ich Ende Mai für fünf Tage mein Revier abstecken war. Wo genau ich war und warum ich mich niemandem gezeigt habe, werde ich aber keinem verraten, das bleibt mein kleines Geheimnis.
Sie dachten wohl, dass ich vor hatte länger zu verreisen, denn umso geschockter schienen sie zu sein, als ich am fünften Tag morgens wieder vor der Tür stand. Ab da an behandelten sie mich wie eine Heilige. Ab da war ich ihre kleine Prinzessin. Was sich wohl auch nicht mehr ändern wird. Aber mittlerweile haben sie sich daran gewöhnt, dass ich mich meist gegen Ende der Woche mit meinen Freunden zum Pockern treffe. Man soll seine Bekanntschaften doch auch pflegen oder nicht?
So habe ich auch eine neue Freundin kennen gelernt die wohl nicht aus ihren Palast darf…. ist wohl Rapunzel oder so…
Außerdem gehe ich alle paar Wochen meiner Nebentätigkeit als Mäuse- und Vogelfänger nach. Sonst nimmt das hier noch Überhand und das wollen wir ja auch nicht.
Letze Woche ist mir was schlimmes passiert. Michelle sagte mir wir würden einen Ausflug zu einem „Tierarzt“ machen, das ein solcher „Tierarzt“ aber keine Bar ist, hätte sie mir besser auch mal gesagt, denn die Frau in diesen sterilen Zimmer mit der riesen Spritze sah nicht so aus als wollte sie jetzt mit mir einen trinken. Zumal ich erst große Angst hatte, dass ich zurück zu Ihnen muss… nicht das ich etwas gegen Sie habe, aber ich tausche ungern ein ganzes Hause und ein halbes Dutzend Gärten gegen ein Zimmer, was ich dann auch noch mit anderen teilen soll. Auf jeden Fall dachte ich mir: Spielen wir mit dieser komischen Frau mit der riesen Spritze fangen, und so lief sie mir durch den ganzen Raum hinterher, Erst als sie ihre Freundin und Kollegin holte konnte sie mich fangen… der Preis war dann wohl auch diese riesen Spritze. ich war heil froh als ich wieder in meinem sicheren zu Hause war. Sie haben mir auch versprochen, dass ich diese Frau erst in einem Jahr wieder sehen muss und früher muss das auch wirklich nicht sein.
Aber naja jetzt ist ja wieder alles in Ordnung und ich genieße wieder das Leben als Prinzessin so wie es sein sollte.
Bei meinem letzten Bericht ist wohl der Anhang verloren gegangen, also schicke ich Ihnen ein paar neue Bilder.
Ich habe Ihnen wunderschöne Bilder von mir und meinem Garten geschickt.
Bestellen Sie den anderen aus dem Zimmer beste Grüße und ich drücke ihnen weiter die Pfoten, dass auch sie bald ein neues zu Hause finden werden.
Bis dahin alles Gute und halten Sie die Ohren steif (kleiner Katzenwitz am Rande)
In Liebe ISIS
vom 01.05.201
Hallo liebes Tierheim,
anlässlich meines dreimonatigen Aufenthaltsjubiläum, möchte ich Ihnen von meinem bisherigen Lebensweg berichten.
Als ich heute vor drei Monaten das Haus der Familie Reifferscheid zum ersten mal betrat, wusste ich nicht was mich da alles erwarten wird. So traute ich mich zuerst auch nicht aus meiner, doch recht sicher wirkenden Box, heraus. Die Tochter der Familie, Michelle, wollte mir wohl zeigen wo ich meine Toilette vor zu finden habe, doch das war mir zu Anfang recht egal. Deswegen hielt sie es für das Beste mich ins Wohnzimmer zu verfrachten. Doch auch dort hiel ich es für das Beste meine Box nicht zu verlassen. Erst als alle außer Reichweite zu sein schienen, machte ich eine kurze Erkunngstour durch den Wohn- und Essbereich. Doch für den Rest des Tages hielt ich mich in der Box versteckt bis alle im Bett waren. So spielte sich mein Leben überwiegend nachts ab
In der ersten Nacht habe ich wohl verstehendlich den Chef der Familie, Klaus, geweckt als ich im Kamin meine Gesangseinlage für meinen Auftritt probte. Sie müssen wissen, dasss dort die Akustik am Besten ist. Diese Familie schien sich ernsthafte Gedanken zu machen, als ich mich im Kachelofen versteckte. Dies legte sich auch erst als sie mich wieder gefunden hatten. Doch aus dem Kamin kam ich trotzdem nicht. Erst am nächsten Tag als der Vater arbeiten war, seine Frau sich hingelegt hatte und die Tochte in ihre Hausaufgaben versunken war, wagte ich es aus meinem Versteck zu kommen.
Da man mir am Vortag den Kellerflur zeigte, wollte ich nun die anderen Räume dieser Etage erkunden, Und so lief ich in den Keller und verbrachte auch dort den Rest des Tages. Der Vater hatte wohl Angst, dass ich dort verhungern würde und so brachte er mir meinen Futternapf in den Keller.
Am darauffolgenden Tag wartete ich wieder im Kamin darauf, dass alle aus dem Haus waren oder mit anderen Sachen beschäftigt waren, denn von dort aus konnte man diese Famile am besten beobachten. An diesem Tag nahm ich mir die obere Etage vor, wo ich auch das Zimmer der Tochter vorfand. Dies sah mir nach einem geeigneten Raum aus um sich dort einzurichten. Zum Glück verstand die Tochter mein Vorhaben und brachte mir prombt eine Decke, um es mir unter dem Bett gemütlich zu machen. Dies bezüglich sende ich Ihnen anbei ein paar Bilder meiner verschienen Schlafmöglichkeiten.
Doch dort in diesem Zimmer befanden sich auch meine neuen Mitbewohner Sternchen und Krümel. Die beiden Wüstenrennmäuse machten mir schnell klar, dass sie nicht das Mittagessen für den nächsten Tag waren, sondern meine neuen Mitbewohner und dass sie auf ein gutes Zusammenleben hoffen.
Die ersten paar Wochen waren für mich sehr ungewohnt, denn zuvor teilte ich mir einen Raum mit sechs anderen Katzen und nun habe ich ein ganzes Haus für mich allein und lebe nun statt mit Katzen mit zwei Mäusen zusammen.
Auch die Umstellung des Nachts schlafen und Tagüber wach sein, war eine große Umgewöhnung für mich.
Das Klicker-Training habe ich trotz aller Umstellung nicht aufgegeben. Auch wenn ich einen äußerst bequemen Schlafplatz habe, bevorzuge ich tagsüber das Bett der Tochter, wenn diese nicht da ist.
Ab und zu versuche ich mich weiter zu bilden und surfe im Internet, doch leider spuckt das Internet nicht immer etwas aus, wenn ich etwas google.
Wenn ich nicht gerade schlafe oder im Internet surfe, spiele ich gerne mit einem nur zeitweiligen Gast (dem Freund der Tochter). Dieser war auch der erste von dem ich mich hab streicheln lassen. Ja man kann wirlich sagen, dass ich große Fortschritte mache. Deswegen durfte ich auch nach, für mich entlos wirkenden, acht Wochen das erste mal das Haus verlassen. Ich konte es kaum glauben, dass ich ganze fünf nebeneinander liegende Gärten nur für mich habe. Die dirkten Nachbarn haben wohl ein Mäuse problem dessen ich mir annahm, wodurch ich bedauerlicher Weise zwei Nächte nicht zu Hause war. Auch deswegen machten sich meine Besitzer wohl große Sorgen. Als ich dann aber wieder nach Hause kam, waren alle froh. Und seit dem mir dieTochter erklärte, dass ich nicht immer im Garten zu sein brauche, sondern mich nur ab und zu mal blicken lassen brauch‘ und ich das auch tue, sind alle mit der Situation sehr zufrieden.
Wie ich ja oben schon mal erwähnte, lasse ich mich ab und zu von dem Freund der Tochter streicheln. Dadurch dass er eine Katze hat, die ähnliches erlebt hat und sich so ähnlich wie ich verhalten hat, wusste er genau wie er sich meiner annehmen muss und dafür lasse ich mich auch von ihm steicheln. Seit neuestem lasse ich es auch zu, dass die Tochter mich streichelt. Es ist mitlerweile ein Ritual geworden, dass ich morgens mich zu ihr ins Bett geselle bevor ihr Wecker geht.
Ein weiters Ritual ist, dass ich morgens zum Frühstück eine halbe Scheibe Wurst bekomme, aber keine Angst ich habe dennoch meine tolle Figur beibehalten. Eine Katzendame muss schließlich auf ihre Figur achten.
Anlässlich zum dreimonatigen Jubiläum und zum 1. Mai habe ich der Familie einen Vogel, anstelle eines Mailbaums mitgebracht, bzw. das was davon übrig geblieben ist, denn leider war die Familie zum Zeitpunkt der Geschenkübergabe nicht da, weshalb ich den leckeren Vogel allein verzehrte. Wie sagt man so schön, „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ oder in diesem Fall bestraft die Katze =(^-^)= Schließlich muss man so etwas leckeres sofort und nicht erst in ein paar Stunden essen.
Also wie sie sehen mache ich gute und große Fortschritte und ich glaube wirklich, dass ich hier den Rest meines Lebens verbringen kann.
Ich werde Ihnen in ein paar Monaten meine weiteren Fortschritte berichten,
Bis dahin wünschen ich Ihnen alles Gute und grüßen Sie mir bitte alle meine Freunde, die noch nicht vermittelt worden sind. Ich wünsche ihnen, dass auch sie bald ein neues zu Hause finden in dem sie alt werden können.
Mit feuch-fröhlichen Grüßen
Isis