In Erinnerung an Kalli

kalli 2308Erinnert Euch an mich, aber nicht an dunklen Tagen, erinnert Euch an mich, in strahlender Sonne, erinnert Euch an mich, wie ich war im Katzengarten im Herbst, als ich noch vieles konnte. Euer Kalli

Wir danken der Pflegestelle, wo Kalli die letzten Tage verbringen durfte:

Unser Moppelchen ist tot.
Kalli war ein Fundtier und gehörte zu den vielen Katzen des vergangenen Jahres, die älter oder alt in schlechtem gesundheitlichen Zustand in das Tierheim kamen. Der Kater war so dick gefüttert, dass seine Hinterbeine die Last des Körpers nicht mehr tragen konnten; er lief auf den Unterschenkeln. Rücken und Gelenke waren hochgradig arthrotisch verändert und entsprechend schmerzhaft. Der eigentlich wunderschöne Kater war rührend aber eben auch traurig anzusehen in seiner Behäbigkeit.

Kalli mochte das Katzenhaus mit seinem Garten; ganz langsam nahm er ein wenig ab. Aber die Fettleibigkeit hatte schwere organische Schäden verursacht. Plötzlich brach der Leberstoffwechsel zusammen. Einige Tage kämpften wir mit und für den Kater; gestern mussten wir aufgeben. Kalli ging aus der sorgenden Behaglichkeit einer Pflegestelle. Unser Moppelchen, das am Ende gar nicht mehr moppelig war, schlief ein als sei eine zentnerschwere Last von ihm genommen.
Mit ihm steht am allerletzten Tag eine weitere totes Samtpfote.

War es früher die unmässige Zahl von jungen Katzen im Frühsommer und Spätherbst, so sind es jetzt die alten, verwahrlosten, krankenTiere, die uns ganzjährig bis an die Grenzen fordern. Im Stich gelassenen nach vielen Jahren in einem Zuhause verkraften sie den Aufenthalt in einem Tierheim nur schwer, haben aber tragischerweise kaum eine Chance dieses noch einmal zu verlassen.
Wir wünschen uns sehr, dass das Neue Jahr ein wenig glücklicher verlaufe.

Öffnungszeiten: Fr. und Sa., 14–17 Uhr
(und Termine nach Vereinbarung)