Endlich ist der 27.12. und Josi keine Tierheimkatze mehr. Weil ihre Geschichte und ihr Wandel uns sehr bewegt lassen wir zum Nachlesen Josi´s Geschichte im weiteren Text stehen und hoffen Menschen Mut zu machen, einer scheuen Samtpfote eine Chance zu geben.
25.12.: die Zeilen unserer Pflegestelle erreichte uns heute früh. Das sind die Geschenke von denen wir Mitarbeiter im Tierheim Bonn und besonders unsere Zöglinge träumen, ein eigenes Zuhause.
„Hallo alle miteinander, wir können uns gerade über fast unglaubliche Fortschritte unserer Josi freuen und daran wollten wir die Menschen, die sich im Tierheim liebevoll gekümmert haben, gerne teilhaben lassen. Liebe Grüße auch an Nini, die Josi so supertoll in die Transportbox bekommen hat, und dadurch den Umzug zu uns erst möglich gemacht hat! Die spuckende und hauende Katze aus dem Tannenbusch gibt es nun nicht mehr!
Josi fordert inzwischen Streicheleinheiten ein, sie kommt angerannt, wenn wir sie rufen, sie spielt unbeschwert und fordert sogar Kater Rico zum Spielen auf. Sie liebt die Kugelbahn und hat deshalb zu Weihnachten noch ein Ergänzungs-Set bekommen, dass sie auch gleich ausprobiert hat und da sie solchen Spaß daran hatte, ließ sich Rico animieren, mitzuspielen! Wenn wir sowas sehen, geht uns das Herz auf!
Gestern lag sie bei Jürgen auf der Couch und heute morgen bin ich damit beschenkt worden, dass sie ins Bett gekrabbelt kam und schnurrend auf meinem Bauch lag!!
Wir haben ja nun schon einige dieser scheuen Katzen gehabt, aber die Glücksgefühle, wenn aus einem ängstlichen, supervorsichtigen und sich verteidigenden Kätzchen ein entspanntes, schnurrendes und schmusiges Tier wird, das ist kaum zu beschreiben und wir wünschen uns sehr, dass sich mehr Menschen trauen, diesen Tieren eine Chance zu geben und ähnliches zu erleben, wie wir. Es ist einfach toll!
Da das Zusammenleben von Josi und unserem Rico sehr gut funktioniert und beide Tiere davon profitieren, wird Josi am 27.12. offiziell eine Müller und gehört damit zu unserer Familie. Wir freuen uns schon sehr, sie bald nach draußen lassen zu können, denn wir glauben, dass ihr Glück damit vollständig wird.
Vielleicht kann sie Rico auch zum Mitkommen überreden, denn bisher hat sich der kleine Mann noch nicht getraut, den Garten kennenzulernen. Vielleicht ist es ihm einfach zu nass und zu ungemütlich draußen?! Aber das wird schon noch!! Spätestens dann, wenn die Sonne wieder wärmer wird und die Terrassentür ganztägig offen ist.
Herzliche Grüße und ein 2014 mit vielen tierischen Freuden,
wünscht Irene und Familie“.
Update Oktober 2013: da Josi der Tierheimalltag und die vielen Besucher im Katzenhaus arg zu schaffen machte, zog sie Mitte August auf unsere Pflegestelle. Die stattliche Katzendame mit der unverwechselbaren Gesichtszeichnung verhält sich dort tadellos und klettert nicht an den Wänden hoch. Wir sind guter Hoffnung, dass Josi bald gänzlich ihre Angst vor Menschen verliert.
Sie weiß dort wird ihr nichts geschehen und die Versorgung ist bestens gesichert. Josi ist klug, verspielt und eine Expertin am Fummelbrett. Menschen schaut sie sich ganz genau an und überlegt gründlich, ob sie ihnen wohl ihr Vertrauen verschenken kann. Daran merkt man, dass Josi genau weiß, dass nicht alle Zweibeiner nett sind (dies ist die Folge ihrer Herkunft; als Fundtier musste sie sich selbst versorgen und nicht alle Nachbarn/Kinder mochten Katzen).
Nun, Ende Oktober, ist es so weit. Josi sucht immer häufiger die Nähe ihrer Dosis, entspannt auf dem Teppich vor deren Bett liegt. Leckerchen nimmt sie brav aus der Hand und dabei blinzelt Josie was das Zeug hält. Unsere Pflegestelle bestätigt, dass ist ein gutes Ergebnis für die eher kurze Zeit auf der Pflegestelle ist und sind sehr zuversichtlich, schon bald von weiteren Fortschritten berichten zu können.
Unten sehen Sie woher Josi kommt. Kein vertrauenserweckendes Erlebnis.

