Heini und seine Freundin Paloma fanden heute in ihre gewohnte Umgebung in einem Gemüse-Schrebergarten in Ippendorf zurück. Ein älterer Herr achtet dort seit Jahren auf einige Katzen und füttert sie. Dies sprach sich unter den Samtpfoten schnell rum. Die Anzahl der zu fütternden Mäuler wuchs derart an, dass wir im Juni 11 Katzen, darunter 7 Kinder, einfingen.
Insgesamt dürfen 4 Katzen dorthin zurück (Gina und Jodie folgen, wenn sie kastriert und geimpft sind). Es ist immer abzuwägen, was für freiheitsliebende Katzen in einen sicheren Umfeld, wo auch schon einmal die Nachbarn ein Auge auf die Katzen haben, besser ist. Für die zurückzuführenden Katzen war der Aufenthalt in unserem Hause sehr stressig.
Nun endet die Geschichte hier leider nicht. Noch mindestens 8 Tiere befinden sich im Garten und sind zum Teil sehr scheu. Es wird sehr schwierig sein, diese Katzen einzufangen um sie zu kastrieren und zu kennzeichnen. Wir haben hier zum Glück die Unterstützung von einigen Nachbarinnen und ehrenamtlichen Helfern, die in den nächsten Wochen Lebendfallen aufstellen und diese Tiere zu uns bringen. Fängt man nur eine Katze nicht ein, geht das Karussell im Herbst weiter.
Ippendorf ist nicht alleine. Es gibt viele solcher Plätze und zu wenige ehrenamtliche Helfer. Denn eine Fangaktion ist nicht in 2 Stunden erledigt. Man füttert die Tiere an, indem die Fallen erst einmal nicht scharf sind. Nach einer gewissen Zeit wird die Falle scharf gestellt (der Katze passiert dabei nicht, lediglich erschreckt sie sich). Es ist wichtig mehrmals am Tag nach der Falle zu schauen, denn der Aufenthalt ist für das Tier stressig. Dann kann der Weg zum Tierschutz folgen und die Kastration und Kennzeichnung erfolgen.
Hat das Tier Potential sich an den Menschen zu gewöhnen kann eine Vermittlung durch den Tierschutzverein erfolgen. Es gibt allerdings auch Katzen, denen der Mensch sehr fremd ist und sie kein Vertrauen fassen. Hier sind die Tierschutzvereine angewiesen, entweder Futterstellen zu haben oder einen hilfsbereiten Pferdehof oder Landwirt zu finden der bereit ist einen Mäusefänger aufzunehmen.
Tierschutz ist breit gefächert, kostet Geld und ohne ehrenamtlichen Helfer fast aussichtslos. An dieser Stelle ein Dankeschön an unsere Helferinnen.