Katzen leiden still ….

Erläuternd zum Artikel im Generalanzeiger Bonn vom 6. April 2013 möchten wir hier weitere Informationen zur finanziellen Lage des Tierheims Bonn in Bezug auf die Kosten der tierärztlichen Versorgung unserer Bewohner geben. Die Anzahl der Fundtiere, insbesondere der Katzen stieg in den letzten Jahren. Auch die Abgabetiere, die in einem sehr schlechten Zustand aufgenommen werden müssen, nehmen zu.Das liegt meist an der wirtschaftlichen Lage der Menschen, oft sind keine finanziellen Mittel verfügbar die Tiere artgerecht zu halten, noch sie regelmäßigen Arztbesuchen vorzustellen. Manchmal übersieht auch ein Tierhalter den desolaten Zustand seines Tieres. Hier könnte man fragen „das sieht man doch, wenn ein Tier dem Tierschutz übergeben wird“. Die Scham der Menschen die ihre Tiere abgeben spielt eine Rolle, ebenso die Abgebrühtheit einiger Tierbesitzer. Nehmen wir als Tierschutzverein die Wesen nicht auf, laufen wir Gefahr, dass diese Geschöpfe einfach ausgesetzt werden …

Die Kosten der Pharmaindustrie treffen uns ungebremst. Der Markt ist sehr lukrativ, somit gibt es keine Rabatte für einen Tierschutz. Auch der Tierarzt, der gerne einmal eine kostengünstige Alternative anbieten würde, ist an die Gebührenordnung für Tierärzte gebunden und dies wird über die Tierärztekammer überwacht.

Seit 2009 stiegen die Kosten für die gesundheitliche Versorgung der Tiere. War dies incl. Medikamente, Untersuchungen etc. im Jahr 2009 noch bei jährlich 86.000 tausend Euro verzeichnen wir einen stetigen Anstieg. In 2011 betrugen diese Ausgaben bereits 121.000 Euro. Hierin nicht enthalten sind die Kosten der Pflege oder Futter unserer Tiere!

Wir versuchen an vielen Enden zu sparen, aber an der Versorgung der Tiere fällt es schwer den Rotstift anzusetzen. Denn letztendlich suchen wir für unsere Tiere eine liebevolle Heimat und jedem Tierbesitzer ist es wichtig zu wissen, wo er gesundheitlich bei seinem neuen Lebensgefährten steht. Aber bis es soweit ist, muss der Tierschutz in Vorleistung gehen und weiß nie, ob ein ggf. chronisch krankes Tier noch einmal eine Zukunft findet. Unterstützen Sie bitte jedes Tier, egal ob Vogel, Igel, Hund oder Katze mit einer kleinen Geldspende. Vielen Dank, egal in welcher Form Sie uns unterstützen mögen.

Die hier abgebildeten Katzen sind ehemalige Bewohner aus den letzten Jahren. Sie sind alle auf der grünen Wiese und waren trotz aller Anstrengungen nicht zu retten.

Öffnungszeiten: Fr. und Sa., 14–17 Uhr
(und Termine nach Vereinbarung)