Tierschutz – Tierrechte

hund-kuhWenn man sich mit Themen rund um das Leben von Tieren befasst, kann man auf beide Begriffe treffen.

Was eigentlich ist der Unterschied?

Tierschutz

Hinter diesem Begriff verbirgt sich in der Regel eine Grundeinstellung, die die Haltung und Verwendung von Tieren durch Menschen grundsätzlich nicht ablehnt, als Ziel gilt eine »artgerechte« Haltung und Behandlung, z. B.: mehr Platz, kurze Wege zu Schlachthöfen, Kauf von Hunden von »seriösen« Züchtern, nachhaltiges Fischen etc..

Mit dieser Haltung ist es kein Widerspruch, dass bspw. der Deutsche Tierschutzbund auch Trägerverein von Neuland e.V. ist, einem Vermarktungsverbund für »Qualitätsfleisch«.

Daher sehen Kritiker in dieser Haltung einen Teil des Problems und nicht der Lösung, weil »Tierschutz« Besitz und Nutzung von Tieren durch Menschen als Wurzel des Leids nicht ablehnt, sondern mehr noch durch Labels wie »Bio«, »Öko«, »aus artgerechter Haltung« stützt.

Tierrechte

Von Tierrechtlern wird Haltung und Verwendung von Tieren durch Menschen grundsätzlich abgelehnt.

Praktisch bedeutet dies eine vegane Lebensweise. Tiere werden nicht »gezüchtet« und für nichts »genutzt«, sondern leben selbstbestimmt.

Es bedeutet dies das Ende der Ausbeutung von Tieren für

  • Ernährung (Fleisch, Milch, Eier, Honig, …)
  • Kleidung (Leder, Pelz, Wolle, Seide, Daunen, …)
  • Unterhaltung (Zoos, Zirkus, Haustiere, …)
  • medizinische Versuche
  • Sport (Reiten, Schlitten, Kutschen, …) usw.

Akzeptiert wird die Aufnahme und Versorgung von Tieren, die sich in einer Notsituation befinden, d. h. alleine nicht überlebensfähig, in ihrem Überleben gefährdet oder nicht geduldet sind. Dazu gehören z. B. Schützlinge aus Tierheimen, Rettung und Befreiung von »Nutz«tieren, verletzte Wildtiere.

Speziesismus, d. h. die Auffassung der Überlegenheit des Menschen gegenüber (nichtmenschlichen) Tieren, wird abgelehnt und damit dem Zufügen von Leid die geistige Grundlage entzogen.

Nicole Ernst

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