Bei der Vernachlässigung von Tieren in Familien ist das Leid der Tiere unerträglich. Und es nimmt kein Ende, weil Kinder ohne entsprechende Vorbilder wiederum in der Entwicklung ihres Einfühlungsvermögen beeinträchtigt werden.
Wir alle können viel tun, um soziales, respektvolles Handeln zu fördern:
- Kindern gegenüber Respekt zeigen, sie ernst nehmen
- ihnen zuhören und sie ausreden lassen
- selber Mensch und Tier gegenüber Mitgefühl und Hilfsbereitschaft zeigen
- für einfühlendes, helfendes Verhalten gegenüber Lebewesen Anerkennung zeigen
- altersgerecht verdeutlichen, was das eigene Verhalten für andere bedeutet
- ermuntern, sich in andere (Menschen und Tiere) hinein zu versetzen
Fügt ein Kind einem anderen Wesen seelisch und/oder körperlich etwas zu, ist es wichtig, dem Kind die Gefühle des anderen bewusst zu machen. Dies kann auch durch Fragen geschehen, wie etwa »was meinst Du, wie es Felix jetzt geht?«, »wie würdest Du Dich fühlen«, »was können wir tun, damit es Felix wieder besser geht?«.
Strafen führen eher dazu, dass Verhalten aus Angst unterdrückt, aber nicht das gelernt wird, was zu echtem Mitgefühl führt.
Aus starken, mitfühlenden Kindern werden hoffentlich starke Erwachsene, die mit jedem Lebewesen respektvoll umgehen.
Nicole Ernst
Dipl.-Psychologin
