
Freigängerkatzen sind gewissen Gefahren ausgesetzt. Es geschieht immer wieder, dass Katzen im Straßenverkehr verunglücken und ihr Leben verlieren. Von der Öffentlichkeit meist nicht wahrgenommen, werden diese Tiere von der Stadtreinigung vom Unglücksort entfernt. Das Auslesen einer Kennzeichnung (Chip) war bisher nicht möglich, da die technische Infrastruktur (Chiplesegerät) fehlte.
Wir als Tierschutzverein haben in persönlichen Gesprächen dem zuständigen Amt den Handlungsbedarf erläutern können und freuen uns über die nun vereinbarte Kooperation. Der Tierschutzverein Bonn e.V. überreichte am 26. Mai 2012 zwei neue Chiplesegeräte und führte den Mitarbeiter in die Bedienung des Gerätes ein. Die Microchips befinden sich an der linken Halsseite. Das hochsensible Gerät erkennt den Chip und liest die Nummer aus.
Nun werden überfahrene/verunglückte Tiere, wenn sie gechipt sind, identifiziert. Die Kennzeichnungsdaten gehen an das Tierheim Bonn und Tasso (bundesweite Zentrale für vermisste Tiere). Somit kann der Besitzer über das Schicksal seines Tieres informiert werden.
Es ist ein kleiner Schritt, um Gewissheit zu erhalten. Aus unseren Erfahrungen können wir berichten, dass gerade Katzenbesitzer viele Jahre hoffen und auf die Rückkehr ihres geliebten Tieres warten.
Im Gespräch mit dem stellvertretenden Amtsleiter wurde uns mitgeteilt, dass es aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich sei, ein verstorbenes Tier an den Tierbesitzer herauszugeben.
Sabine Reuter