Igel – unsere stacheligen Gartenmitbewohner

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Es ist wieder soweit. Der Herbst steht vor der Türe. Und das ist leider die Zeit, wo wieder viele Igel bei uns im Tierheim abgegeben werden. Hier möchten wir Ihnen ein paar Informationen zu den stacheligen Wildtieren geben.

Igel stehen unter Naturschutz. Daher darf man sie nicht „einfach so“ einsammeln. Ebenfalls ist es nicht erlaubt sie als „Haustier“ im Käfig zu halten. Nur wenn ein Igel hilfebedürftig (verletzt, zu leicht, zu klein, nicht überlebensfähig) ist, darf man ihn mitnehmen und muss ihn nach seiner Gesundung wieder aussetzen.

  • Wiegt ein Igel Ende Oktober unter 750 g – benötigt er unsere
    Hilfe.
  • Läuft ein Igel am Tag ziellos auf Futtersuche umher –
    benötigt er unsere Hilfe.
  • Ist ein Igel verletzt – benötigt er unsere Hilfe.
  • Ist ein Igelbaby, dessen Augen noch geschlossen sind,
    unterwegs – benötigt es unsere Hilfe.

Hilfe findet man am Besten beim nächsten Tierarzt (wenn ein Igel verletzt ist), bei einer Igelstation oder im nächstgelegenen Tierheim.

Für eine erste Versorgung von erwachsenen Igeln können Sie dem Findling Wasser anbieten (NIEMALS Milch!!!) und etwas Katzen Dosenfutter (oder, wenn vorhanden, Igelfutter). Igelbabys sollte man lauwarmen Fencheltee anbieten und das Kleine warm halten (auf eine in ein Handtuch gewickelte Wärmflasche mit handwarmem Wasser setzen).

Was können Sie zum Igelschutz beitragen?

Igelfreundliche Gärten werden leider immer seltener. Aber auch Sie können etwas dafür tun, dass Igel sich in Ihrem Garten wohl fühlen.

  • Bieten Sie Igeln ein Überwinterungsquartier in dem Sie Reisig als Haufen im Garten liegen lassen. Oder lehnen Sie an eine Hausecke ein Brett und füllen den entstandenen Raum mit viel Nistmaterial aus (Stroh oder trockenes Laub).
  • Stellen Sie jeden Abend eine flache Schale mit Wasser an einer trockenen Stelle auf.
  • Setzen Sie keine Chemikalien zur Unkrautvernichtung oder als Düngemittel ein.
  • Sichern Sie Kellerfenster und Lichtschächte mit engmaschigem Gitter damit Igel und andere Kleinsäuger nicht hineinfallen können.
  • Lagern Sie „Gelbe Säcke“ nicht im Freien, oder hängen Sie diese für Igel unzugänglich auf.
  • Achten Sie im Straßenverkehr (besonders bei Dämmerung und in der Nacht) auf Igel die womöglich die Fahrbahn kreuzen.

Versuchen Sie einfach mal Ihren Garten mit den Augen eines Igels zu sehen. Viele Gefahren können so evtl. vermieden werden.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet, z. B. bei: www.pro-igel.de, bei Ihrem Tierarzt oder im Tierheim.

Öffnungszeiten: Fr. und Sa., 14–17 Uhr
(und Termine nach Vereinbarung)