Liebe Frau Zerwas, Hallo ins Tierheim!
Wir senden liebe Grüße und einen feuchten Nasenstupser von Suna, deren 2. Geburtstag wir am Wochenende gefeiert haben 🙂
Wir haben tolle Nachrichten von unserer Jagdrakete, denn wir haben für sie eine wesensgerechte Beschäftigung gefunden, die ihrer Genetik und Passion als Vollgebrauchshund sehr nahe kommt. Im April starte ich (das Frauchen ;-)) mit Suna bei Wald und Holz NRW in die ehrenamtliche Seuchenpräventionsarbeit. Wir lassen uns zum Kadaversuchhundeteam ausbilden. Seit ein paar Jahren wird in NRW für den Fall eines Ausbruches der Afrikanischen Schweinepest eine Suchhundeeinheit aufgebaut und Suna und ich haben im Februar den dafür nötigen Eignungstest bestanden. Wir sehen also einem aufregenden und spannenden Jahr entgegen 🙂 Nach dem Grundseminar im April wird es alle 2-3 Wochen ein gemeinsames Hundetraining geben sowie individuelle Trainingsaufgaben für die Zeiten dazwischen. Im Fokus der Ausbildung steht die Schulung der feinen Jagdnase auf Mikrogerüche sowie das systematische Suchen und Verweisen bei erfolgreichem Fund. Außerdem werde ich in erster Hilfe an Hund und Mensch geschult sowie in Orientierung und Geländearbeit.
Ansonsten haben wir das Gefühl, dass wir nach mehr als einem Jahr so richtig im Mensch-Hunde-Leben angekommen sind. Suna ist eindeutig in ihrer Kommunikation und wir können sie und ihre Bedürfnisse gut „lesen“. Und sie ist wirklich unkompliziert im alltäglichen Zusammenleben und macht ganz viel mit, wenn sie ihre Menschen an ihrer Seite weiß. Sie ist nach wie vor eine Viel- und Langschläferin, penetrante Kuscheltante und freundlich zu allen Menschen und Hunden, wickelt jeden mit ihrer Anschmiegsamkeit und Schönheit um den Finger und hat sich gleichzeitig aber auch ihre Unabhängigkeit (bis weilen Sturheit ;-)) bewahrt – ganz Vorstehhund eben 😉
In der Hundeschule gehen wir weiter zur Sozial-/Spielstunde, wo sie so ziemlich jedes „Jagdrennen“ gewinnt. Man könnte meinen, dass sie ein Windhund im Deutsch Drahthaar-Pelz ist 😉 Mit ihrem Erwachsenwerden merken wir aber, dass sie weniger Lust aufs Spielen hat, sondern lieber „arbeiten“ und gefordert werden möchte. Daher haben wir das Dummy-Training noch intensiviert. Dabei ist sie hochmotiviert, sucht und bringt die diversen Apportel zuverlässig und mit wedelnder Rute zu uns zurück. Im Garten trainiert sie die dafür notwendige Nackenmuskulatur bisweilen auch ganz eigenständig, indem sie unseren Baumschnitt – dicke und dünne, lange und kurze Äste – regelmäßig mit Feuereifer durch die Gegend trägt 😉
Liebe Grüße senden Simon, Elli und Suna
10.03.2025
© Fotos: Privat