Hallo liebes Tierheim Bonn, vor allem liebe Helga & Ute,
hier sind eure ehemaligen Schützlinge Christel (heute: Bella) und Junis (heute: Bennie). Nach knapp über sechs Monaten finden wir einmal Zeit, uns aus unserem neuen Zuhause zu melden. Tja, was sollen wir sagen? Wir haben einen richtigen Volltreffer gelandet und fühlen uns sauwohl! Sowohl mit unseren beiden Menschenkumpeln als auch mit Bestandskatze Fanny.




Die Eingewöhnung war nicht ganz einfach. In den ersten Wochen hatten wir unheimlich viel Angst und haben uns die meiste Zeit versteckt gelebt. Tja, kein Wunder, wenn man ein Zuhause nicht wirklich kannte und außer den Tierheim-Pflegerinnen auch nicht mit Menschen vertraut war. Aber da unsere Menschen ganz viel Geduld mit uns hatten und uns jede Zeit gaben, die wir benötigten, kamen wir dann irgendwann aus unseren Verstecken. Und da Frauchen von den Tierheim-Pflegerinnen Helga und Ute den super Tipp bekam, dass wir gekochtes Hühnchen lieben, ließen wir uns gerne bestechen.
Ich, Bennie, bin mittlerweile ein richtig toller Schmuser geworden. Wenn meine Menschen mich streicheln – und das ist zum Glück sehr oft- setzt direkt der Schnurrmotor ein. Ich habe immer noch vor vielen Sachen Angst. Aber das wird sich nach und nach geben.
Und ich, Bella? Ich habe mich bis heute noch nicht anfassen lassen. Ich kenne es halt gar nicht und menschliche Berührungen machen mir Angst und fühlen sich nicht gut an. Aber vor allem Frauchen übt immer wieder mit mir. Was ich aber schon kann: Schleckerpaste vom Finger schlecken. Das Tolle ist: Meine Menschen sagen immer: „Bella bestimmt die Zeit! Entweder kommt sie einmal oder sie ist halt nie eine Kuschelmaus. Lieb haben wir sie trotzdem gewonnen“. Was ich aber unheimlich gerne mache: Mit Frauchen und meinen Spielangeln spielen. Außerdem ist mir ein Bällchen besonders an´s Herz gewachsen. Da kann ich so schön jagen und apportieren.
Wir sind unheimlich gerne im Freigang. Naja, daher kommen wir ja als ehemalige Futterstellen-Katzen schließlich auch. Manchmal verzweifeln unsere Menschen, wenn sie uns abends nicht ins Haus bekommen. Ich, Bella, war sogar schon mal 24 Stunden unterwegs, ohne gesehen zu werden. Vor allem Frauchen ist schier verzweifelt. Mein Geheimnis bleibt aber, wo ich war und was ich erlebt habe.
Langsam wird das Wetter richtig blöd! Aber raus wollen wir trotzdem, denn wir haben auf unserem Terrassentisch eine tolle Aussicht in den Garten. Hier hängen wir mal richtig ab!
Ach ja! Sagten wir schon, dass ich, Bennie, mich zu einem tollen Jäger entwickelt habe? Auch wenn es viele Menschen nicht hören wollen! Man nennt mich auch den „Mäuse- und Vogelschreck!“ Aber es liegt nun mal in der Natur der Katze. Und die hat es wunderbar eingerichtet, dass sich alles in der Waage hält.
Manchmal jagen wir mit Katzen-Kumpeline Fanny zusammen:
Was mal nervig sein kann: Bella meint, mich nach der Jagd immer putzen zu müssen, bevor ich auch nur eine Pfote ins Haus setze:
Mit Fanny ist die Zusammenführung auch großartig geglückt! Wir haben gemeinsame Fütterungsrituale … … und gestern hat uns Frauchen das erste Mal zu dritt gemeinsam auf dem Kratzbaum gesehen (Bella liegt noch eine Kuschelhöhle drunter) …
Wenn Fanny einmal nicht dabei ist, sind wir wieder das Zweier-Dreamteam, welches wir schon im Tierheim waren. Dann ist Liebes-Kuscheln angesagt: So, Ihr Lieben! Wir wollen es ja mit den Neuigkeiten nicht übertreiben. Denn gerade schaut auch die Sonne raus und wir müssen nochmal los!
Wir lassen bestimmt mal wieder von uns hören! Haltet Ihr die Ohren steif. Wir tun es auch!
Liebe Grüße von Eurem Bennie und Eurer Bella
Fotos und Bericht: privat