Bella (Mischling)

Bella ist eine junge Hündin und hat entsprechend den Schalk im Nacken sitzen. Wäre da nicht ihre Schüchternheit bei Menschen, die sie noch nicht kennt und ihre Angst vor Umweltreizen. Die hübsche Bella ist in der rumänischen Smeura, dem wohl größten Tierheim der Welt, hinter Gittern aufgewachsen und wurde deshalb mit vielem nicht sozialisiert, so dass sie nun wie ein Welpe alles Neue nach und nach kennenlernen muss.

Sie macht aber täglich Fortschritte und orientiert sich eng am Menschen, der sie an der Leine führt. So hat Bella auch das an der Leine laufen selbst recht schnell gelernt, allerdings ist sie nach wie vor oft sehr verängstigt von Umweltreizen und wenn ihr fremde Menschen entgegenkommen, sodass sie Panik bekommt und dann stark an der Leine zieht. Hier muss man standfest sein und ihr absolut souverän Sicherheit vermitteln. Wir vermuten, dass Bella bereits stubenrein ist. Bella befindet sich wirklich im Zwiespalt ihrer Gefühle, die extrem unterschiedlich sind: Bei Menschen, die sie kennt, zeigt sie sich immer freundlich, lustig, verspielt und lässt sich sehr gern streicheln. Zudem macht sie altersentsprechend gern Dinge kaputt, heckt also viel Unfug aus. Andererseits wird sie aber durch ihre Unsicherheit oft gehemmt. Man kann sagen: Wenn Bellas „Schale“ geknackt ist, ist sie im Kern ein typischer alberner Junghund.

Sie zuckt bei lauten Geräuschen zusammen und erschreckt sich auch noch vor Autos oder Fahrrädern. Daher wäre ein ländlich gelegenes Zuhause ideal für Bella. Weil sie gern losdüst und altersentsprechend tobt und spielt, ist ein eingezäunter Garten am Haus oder der Wohnung für die Angsthündin ideal.

Bellas Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber ist recht ambivalent. Im Erstkontakt und Freilauf sieht es zunächst meist sehr harmonisch aus. Sie spielt und fegt mit anderen über die Wiese. Leider hält dieses, augenscheinlich positive Miteinander nicht ganz so lange an. Bella wird sehr schnell stark einschränkend anderen Hunden gegenüber, beansprucht Ressourcen (auch den Mensch) und zeigt sehr dolle, wo der Hammer ihrer Meinung nach hängt.

Ein souveräner Ersthund wäre grundsätzlich wegen Bellas Ängstlichkeit nicht verkehrt, muss aber auch viel aushalten können/der Mensch muss die Dynamik managen können, da Bella sonst sehr tyrannisch wird. Vermutlich käme es auf den Typ Hund im künftigen Zuhause an, ob Bella ihn als Zweithund akzeptiert. Hier hat ein Zusammenwohnen ausschließlich mit sehr devoten und Junghunden funktioniert. Aber auch Junghunde werden erwachsen. Ihre künftigen Bezugspersonen sollten möglichst Erfahrung mit ängstlichen Hunden haben und die Kinder sollten bereits im Jugendlichenalter sein. Kuschel-Bella freut sich auf ihre erste eigene Familie!

RasseMischling
Geschlechtkastrierte Hündin
Geboren19.5.2021
Größe57 cm
Verträglich mit Artgenossen?ja, nach Sympathie
Katzenverträglich?unbekannt
Verträglich mit anderen Tieren?unbekannt
Autofahren?unbekannt
Alleine bleiben?noch nicht
Im Tierheim seit12.5.2022

© Fotos: Elin Osterbrink, Julia Schrey und Julia Zerwas