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Ehemaligen-Post: Amira und Alani

03.2021

Unser neues Leben mit Amira und Alani

Im Januar fiel die Entscheidung, wir möchten nochmal Katzen haben. Das war keine Entscheidung bedingt durch Corona, sondern die Erkenntnis, Katzen passen wieder gut in unser Leben. Es sind nicht unsere ersten Katzen, aber wir haben doch eine lange Pause gemacht. Im Januar nahm ich dann Kontakt mit dem Albert Schweitzer Tierheim in Bonn auf. In einem Telefonat, wurde mir dann auch etwas auf den Zahn gefühlt, ob es auch passen würde. Aber das ist okay und gut und tat auch gar nicht weh.

 

Schon beim ersten Besuch und Besichtigung gefiel mir Amira. Eine scheue Katze, die mich irgendwie sehr kritisch und prüfend anguckte. Mein Gefühl sagte mir, die könnte es werden. Wir wollten aber gerne 2 Katzen haben, und so kam dann auch Alani ins Spiel. Amira und Alani sind befreundet und auch das Tierheim meinte, dass es gut wäre, wenn beide Katzen zusammen vermittelt würden.

Es folgten nun mehrere Besuche der Katzen im Tierheim und viele Gespräche mit Fr. Bader, die die Katzen im Tierheim betreut. Mit viel Hühnchen und noch mehr Geduld bringt sie die Katzen dazu, Vertrauen zu den Menschen aufbauen. Eines Tages stellte sich dann die Frage, wären die Katzen soweit aus dem Tierheim auszuziehen und bei uns einzuziehen? Klar war, wir würden scheue Katzen bekommen und keine Kuschelkatzen. Klar war, wir müssen den Katzen Zeit geben, damit sie sich an uns gewöhnen können und Vertrauen aufbauen.  Unsere Erwartungen schwankten von, wir werden die Katzen in den nächsten Wochen nicht zu Gesicht bekommen bis zu, sie werden ihr neues Heim in überschaubarer Zeit doch annehmen und sich mit uns, ihrem zukünftigen Personal anfreunden.

 

Am ersten März holte ich dann die Katzen ab. Auf Anraten haben wir eine Raum für die Beiden eingerichtet, in dem sie sich erst mal von ihrem Schock in Ruhe erholen konnten. Mit Kuschelhöhlen und dem notwendigem Equipment. Die Katzen kamen, ich entliess sie aus ihren Transportkisten und sie huschten sofort hinter einen Schreibtisch und waren verschwunden. Für den nächsten Tag hatte ich Hühnchen vorbereitet und wie im Tierheim setzte ich mich abends zu den Katzen und verteilte Hühnerbröckchen. Und sie kamen hinter dem Schreibtisch hervor und holten sich ihre Rationen. Amira, die schon im Tierheim etwas zutraulicher war, von der Hand Alani mit etwas mehr Abstand. Worüber ich sehr froh war, sie benutzten beide die Katzenklos. In den folgenden Tagen wurden die Beiden immer zutraulicher. Sie flüchteten nicht mehr sofort hinter den Schreibtisch, wenn man in den Raum kam, hielten aber eine gewisse Fluchtdistanz bei.

 

Bald merkte ich, Amira will aus dem Raum raus, und so liess ich dann die Tür offen und verteilte auf dem Weg in die (Haus)Freiheit die heiss begehrten Hühnerbröckchen. Amira holte sich ein Bröckchen und frass es dann aber im „sicheren“ Raum. Alani guckte sich das Spielchen eine Zeit lang an und kratzte dann allen Mut und Neugierde zusammen und rannte aus dem Raum raus, kam aber schnell wieder zurück. Ab jetzt stellte sich permanent die Frage, wo sind die Katzen? Besonders Alani entdeckte und eroberte ständig neue Verstecke. Irgendwann habe ich es aufgegeben, sie zu suchen, wohl wissend, sie kommt freiwillig.
Mittlerweile haben die Beiden das Haus im Griff und sie toben am frühen Abend durch das ganze Haus. Sie haben den Ort „hinter dem Schreibtisch“ mit dem Bettkasten oder mit Plätzen an der Sonne am Fenster getauscht.

Amira forderte einen auch sehr schnell mit „Köpfchen geben“ auf gekrault zu werden. Sie geniesst es mit lautem Geschnurre. Alani schaut den Spielchen interessiert zu, will aber offensichtlich noch nicht gekrault werden. Sie braucht noch etwas Zeit. Aber auch bei ihr merkt man, wie sie doch immer näher kommt. Amira springt auch schon länger aufs Sofa, wenn man selber drauf sitzt, Alani kommt nah heran, und traut sich mittlerweile auch raufzukommen. Und sie schläft gerne auf dem Sofa.

Und die beiden trainieren nun auch ihr Personal. Um 18:00 ist Abendbrot. Da müssen die Futternäpfe frisch gefüllt werden. Frühstück bitte um 7:00 Uhr. Sie sitzen dann in der Küche und fordern den Küchendienst. Zur Motivation gehört es ja wohl auch, wenn man beim Verteilen des Futters dem Personal laut schnurrend um die Beine streicht.

Wir haben die Katzen jetzt 3 Wochen, es sind keine Katastrophen passiert und wir erleben eigentlich täglich neue Vertrauensbeweise seitens der Katzen. Und wir lernen sie sie immer besser zu verstehen. Der Küchendienst funktioniert schon hervorragend. Ich freue mich schon, wenn die Beiden endlich auch Garten und Nachbarschaft erobern können. Beide würden schon sehr gerne rausgehen. Sie beobachten sehr interessiert was draussen so passiert.

Wir haben grosses Glück mit den Katzen gehabt, sie leben sich komplikationslos ein. Die Grundlage für dieses Glück wurde im Tierheim durch die Betreuung der engagierten Helfern und Helferinnen, dem Personal und Frau Bader gelegt. Da kann man nicht genug Danke sagen. Fotos privat


  

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