vom 11.12.2018
Ihr möchtet wissen, wie es mir im 2. Jahr bei meiner Familie ergangen ist? Ich machte mich noch breiter und sesshafter in meinem Heim als bisher und habe hier jetzt Haus und Garten ganz fest im Griff. Mein Frauchen hat sich mir als noch vertrauter als bisher erwiesen, so dass ich mich nun traue meine Vorderpfoten auf ihren Schoß zu legen (gelegentlich auch mal ganz) und das gar nicht mal so unregelmäßig. Ich liebe es dabei zu schnurren und auch meine Tritte auf dem weißen Schafsfell, was auf dem Sofa liegt, bei meinem gleichzeitigem Miau, sind nicht unbemerkt geblieben.
Da kann ich mich einfach nicht bremsen, so schön ist das Gefühl im Fell zu kneten. Mein Menschenfreund Elias, das ist der Sohn von meinem Katzenmenschen, macht sich dann immer lustig über mich und sagt, das Schafsfell sei meine kleine Katzenfreundin; wie doof ist das denn bitteschön? Aber weiche Felle sind nun ‚mal einfach meine Leidenschaft, und da ich die zwei lebendigen Katzenweiber von der Straßenecke nicht ausstehen kann, begnüge ich mich nun mal mit meinem Fell.
Den ganzen Sommer über habe ich sehr gelitten wegen der großen Hitze. Toll war, dass ich ganz nach Belieben immer rein und raus konnte durch meine Klappe und im Garten unter dem Bambusstrauch war immer ein kühles Plätzchen auf dem Gehäcksel zu finden. Nachts konnte ich sogar draußen schlafen auf den gepolsterten Verandastühlen. Frauchen freut sich zwar nicht über meine Haarrückstände, aber was weiß denn die…der Winter ist nun da, da hat sie Schonfrist mit Katzenhaaren-entfernen auf MEINEN Verandastühlen. Ich freue mich tierisch auf die nächsten Jahre in meinem Garten und mit meiner Familie, wo ich mich pudel… äh… katzen-wohl fühle.
Freudestrahlend, bzw. schnurrend liege ich jetzt oft auf Elias neuem Bett mitten auf seinem Plumeau. Da ist es auch so kuschelig warm und weich und Elias streichelt mich dort immer so gerne, laut wird DER nur, wenn ich meine Krallen an seinem Bett aufpolieren will. Weiß der nicht was wichtiger ist? Ich mache meinen beiden Leuten das Leben schon manchmal schwer (miau mioh), wenn sie nicht nach meiner Pfeife tanzen (füttern, streicheln und das auf mein Kommando).
Ich weiß, sie nennen mich dann ihren kleinen ADHS-Kater, trotz meines nicht geringen Gewichts von immerhin 5,4 kg, aber sie meinen es nicht so. Ihr merkt, ich habe sie sehr lieb, und ich spüre sie lieben mich. Was will ich mehr -außer leckerem Futter- das erschreie ich mir mit Leichtigkeit. Aber meine geliebten Kekse, geben sie mir immer noch nicht, die essen sie nach wie vor alleine und nennen mich trotzdem weiterhin ihr Krümelmonster.
Liebe Grüße aus der alten Römerstadt Trier von eurem Piwi, auch genannt Rambo in der Nachbarschaft.
PS: Freue mich schon auf den komischen Baum mit den bunten Kugeln dran! In diesem Sinne allen, die dies hier lesen ein frohes Weihnachtsfest, was ich bestimmt mit meiner Familie, meinem Baum und meinem weißen Schafsfell haben werde.
Text-Fotos: @privat