Post von Hanna

vom 21.02.2018

Liebes Tierheimteam!

Jetzt bin ich schon seit fast einer Woche bei meinen neuen Menschen in Lohmar, und ich muss schon sagen: Ich bin echt beeindruckt. Die beiden Kotbeutelträger sind total nett und machen mit mir ausgedehnte Spaziergänge an dem langen und nassen Ding, dass sie „Agger“ nennen, und an dem man Buchten mit Kieselsteinen oder Sand zum Buddeln findet.

Ansonsten sind sie total verschmust und hängen mir ständig am Fell, weil sie kuscheln oder toben wollen. Menschen halt. Man kennt das ja. Ach ja: Sie bewahren Ihre Schuhe in einem kleinen Regal im Flur auf, was ich total drollig finde. Ich habe Ihnen, als sie mal nicht hingeschaut haben, gezeigt, dass es viel übersichtlicher ist, wenn man die Schuhe im kompletten Erdgeschoss verteilt, aber sie räumten trotzdem alles wieder zurück ins Regal. Hier habe ich wohl noch einiges an Arbeit vor mir.

Ansonsten sind die beiden sehr gelehrig. Sie gehen wunderbar an der Leine, so dass ich überhaupt nicht mehr zerren muss, und als sie feststellten, dass ich hundertprozentig stubenrein bin, hätten Sie fast einen „Hanna-Fanclub“ gegründet.

Anfangs habe ich mich geweigert, in die „Schwarze Todeskiste des Grauens“ zu klettern, aber meine unbedarften Menschen meinten, es sei bloß ein Opel und ich solle mich gefälligst nicht so anstellen. Mittlerweile fahre ich total gerne Auto, denn irgendwie springt dabei ja auch immer am Ziel ein Gassi-Termin heraus. Da kann man mal wieder sehen, dass man den Menschen auch ruhig mal nachgeben sollte. Man weiß nie, wofür es gut ist.

Liebes Tierheimteam, ich weiß, dass Ihr Euch immer super um mich gekümmert habt, aber wenn es Euch nicht all zu sehr stört, würde ich gerne für immer bei meinen neuen Menschen bleiben. Wir sind schon jetzt eine richtiges kleines Rudel geworden, und ich kann nur immer wieder sagen, dass man Menschen eine Chance geben sollte. Auch, wenn man sie im Tierheim kennengelernt hat. Ich jedenfalls bin sehr zufrieden.

Grüßt mir bitte auch Ole, den alten Krawallbruder, und richtet ihm aus, dass es mir wahnsinnig gut geht, und ich sogar gelernt habe, rutschige Holztreppen rauf und runter zu rennen. Na, der wird staunen! Ich bin viel ruhiger geworden, und nachdem ich ein paar Tage hier war und mein Haus kennengelernt hatte, habe ich einen ganzen Tag fast nur gepennt. Das Problem mit dem Schuhregal macht mir keine Sorgen. Wie man Schuhe aufbewahrt, bringe ich den beiden schon noch bei.

Ich muss jetzt schließen. Das Geknistere in der Küche klingt nach meinem Trockenfutterbeutel, und wenn ich das Füllen meines Napfes nicht überwache, geht garantiert was schief. Meine neuen Menschen sind süß, aber eben manchmal auch ein wenig blöd. Menschen, halt. Man kennt das ja.

Viele liebe Grüße aus Lohmar
Eure Hanna

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