Ehemaligen-Post Katze Maggy

„vom 15. April 2017“

Hallo ich bin Maggy und bin fast acht Jahre alt.

Im Jahr 2012 war ich im Tierheim in Bonn. Dort kamen dann irgendwann zwei junge Menschen und suchte nach einer Katze. Das war meine Chance, dachte ich mir. Ich präsentierte mich von meiner besten Seite und sie haben sich tatsächlich für mich entschieden. Ich war ganz aus dem Häuschen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Nicht, weil ich nicht total süß und lieb bin, sondern weil ich krank bin.

Ich habe eine Futtermittelallergie und muss spezielles Futter bekommen. Hinzu kommt, dass ich alle sechs bis acht Wochen zum Tierarzt muss, um eine Cortison-Spritze gegen die Allergie zu bekommen, weil ich mich sonst am Bauch ganz viel kratze und beiße. Aber das schien für die zwei kein Hinderungsgrund zu sein mich auszusuchen.

Am 27.07.2012 war es dann soweit, ich durfte mit zu ihnen nach Hause. Hier gefällt es mir sehr gut. Ich habe sogar einen kleinen Balkon wo ich in der Sonne liegen und mich entspannen kann – der pure Luxus. Ich darf nämlich aufgrund meiner Erkrankung nicht ganz nach draußen, aber der Balkon bzw. nach einem späteren Umzug, ein Innenhof, sind für mich eine wunderbare Alternative.

Das einzig nervige war der ständige Tierarztbesuch; aber meine Besitzer hatten eine gute Idee und gaben mir irgendwann Cortison-Tabletten und somit muss ich nicht alle paar Wochen zum Arzt. Das klappte eine ganze Weile ziemlich gut. Bis dann im Sommer 2016 aufgrund des Cortisons festgestellt wurde, dass ich jetzt Diabetes habe. Das war nicht nur für mich sondern auch für meine Besitzer eine große Herausforderung. Ständig musste mein Blutzuckerwert gemessen werden (mit einem Piecks ins Ohr) und entweder (bei zu hohen Blutzucker) Insulin gespritzt werden oder eben nicht. Das Cortison abzusetzen war keine Option, weil ich das ja gegen meine Allergie brauche.

Aber wir haben dann verschiedene andere Medikamente, anstatt des Cortisons, ausprobiert. Auch diese Herausforderung meisterten wir zusammen wirklich gut – auch wenn es nicht immer einfach war (sowohl für mich, als auch für meine Besitzer). Ständig neue Tabletten, Spritzen und Flüssigkeiten mit verschieden Milligramm Anzahl und verschiedenen Dosierungen – da muss man schon den Überblick behalten. Nach vielem Ausprobieren haben wir ein Medikament gefunden, dass ich gut vertrage und mir auch gegen die Allergie hilft.Auch verschiede Futtermittelumstellungen haben wir ausprobiert – mittlerweile haben wir eins gefunden, was mir schmeckt und was ich auch einigermaßen gut vertrage.
Heute ist es so, dass ich kein Cortison mehr bekomme und wir damit die Geschichte mit der Diabetes in den Griff bekommen haben. Ich hoffe, das Medikament was ich jetzt bekomme schlägt weiterhin so gut an wie bisher. Aber ich bin sicher, selbst wenn ich wieder Cortison bekommen muss, bekommen meine Familie und ich das gut hin – solange wir gut zusammenarbeiten und alle am selben Strang ziehen!

Ich bin froh, dass wir uns der Herausforderung mit der Diabetes gestellt haben und bin zuversichtlich, sollte diese Krankheit zurückkommen, dann bekommen wir das hin; man darf sich nicht entmutigen lassen. Und wir Katzen sind so dankbar, wenn ihr solche Krankheiten (jedweder Art) mit uns gemeinsam durchsteht. Er ist eine große Hürde, aber ich kann nur so viel sagen, wir als Familie sind dadurch noch mehr zusammen gewachsen und lassen uns so schnell nicht unterkriegen.

Ich kann Euch sagen, dass man nicht direkt aufgeben darf, sondern alles versuchen muss – dann findet man einen Weg! Ich bin dankbar, dass ich trotz meiner Krankheit und den damit einhergehenden Problematiken ein so tolles zu Hause gefunden habe!

Viele liebe Grüße sendet Euch Maggy

Öffnungszeiten: Fr. und Sa., 14–17 Uhr
(und Termine nach Vereinbarung)