Tierschutz Bonn u. Umgebung e.V.
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Notfall: Pascha (Kangal)

Update 1/2019: Seit nunmehr drei Monaten ist Pascha eifrig im Training und hat enorme Fortschritte gemacht. Er muss viel lernen, vor allem, dass die Menschen die Angelegenheiten regeln, und dass er den Menschen vertrauen kann, dass sie das gut machen. Der lange Weg, ihn an den Maulkorb zu gewöhnen, hat sich mehr als gelohnt. Dank der großartigen Unterstützung der Hundeschule „Hundewiese Mönchengladbach“ in Zusammenarbeit mit unserer Hundetrainerin Sarah Frank (Martin Rütter DOGS Bonn / Rhein-Sieg-Kreis), Tierheim-Mitarbeiterinnen und ehrenamtlichen Gassigängern wurde mit Pascha trainiert und ein Trainingsplan erarbeitet.

Mittlerweile gibt es mehrere Menschen, die mit Pascha Gassi gehen. Der Radius seiner Spaziergänge wird regelmäßig vergrößert. An den Lärmpegel auf der Straße muss er sich noch richtig gewöhnen, aber er macht wirklich tolle Fortschritte. Für Pascha, der in seinem bisherigen Leben weder Führung noch menschliche Wärme und Bestätigung erfahren hat, und 4 Jahre seines Lebens auf einem Firmengelände und davon 1 Jahr komplett eingesperrt in seinem Zwinger war, ein Riesenschritt. Alle freuen sich, wenn es heisst, Pascha war im Park! Alle Eindrücke bis dahin sind noch sehr aufregend für ihn. Noch stehen jede Menge Trainingsschritte vor ihm, Auto fahren lernen z.B. , aber auch das wird er mit seinen vertrauten Menschen lernen. Er geht auch sehr souverän mittlerweile in den Tierarztraum und der Gang auf die Waage klappte auch nach einigen Trainingsversuchen. Unsere Tierärzte haben Pascha auch untersuchen dürfen. So kommt ein Schritt nach dem anderen. Er wird noch lange intensives Training benötigen, bis Mensch und Kangal entspannt Gassi gehen können. Es macht allen großen Spass zu sehen, wie langsam der Glanz in Paschas Augen zurückkehrt. Danke an alle, die dazu beigetragen haben und weiter beitragen werden. Pascha braucht dringend jemanden, der ihm Führung gibt und ihm aber auch wohlwollend als Mensch entgegen kommt, damit er noch viele Jahre gut leben kann.

August 2018: Pascha ist derzeit unser größter Notfall, da er nur eine Bezugsperson hat, die er akzeptiert. Wir haben Pascha aus einem anderen Einzugsgebiet übernommen, da leider mal wieder das zuständige Tierheim die Aufnahme verweigerte, und das, obwohl Pascha in großer Not war. Der 4-jährige Kangalrüde hatte von Welpe an auf einem großen Gelände gelebt, welches er bewachen musste. Tagsüber befand er sich in einem Zwinger auf diesem Gelände. Als sein Besitzer in die Türkei zurückging, gab es niemanden mehr, der sich an Pascha herantraute, so dass er das letzte Jahr ausschließlich in diesem Zwinger vor sich hin vegetierte.

Nur eine Angestellte, die auf dem Gelände arbeitete, fütterte Pascha und besuchte ihn in seinem Zwinger. Wie gesagt, das zuständige Tierheim nahm den Kangalrüden nicht auf und auch kein anderer wollte helfen. So kam Pascha zu uns. Bei uns bewohnt er nun wenigstens einen größeren Auslauf, wird medizinisch versorgt und hat eine neue Bezugsperson gefunden, die sich um ihn sehr kümmert. Spazieren gehen kann man mit Pascha aber (noch) nicht. Für eine Person ist er definitiv zu stark. Zudem haben wir noch keinen stabilen Maulkorb gefunden, den er sich anziehen lässt und mit dem er so gesichert ist, dass er trotzdem fressen kann. Pascha ist ein absolut typischer Kangal: Wachsam, misstrauisch bei Fremden und loyal seiner Bezugsperson gegenüber. Er lässt sich zu nichts zwingen und hat einen starken eigenen Willen.

Pascha ist so eigentlich nicht vermittelbar. Wir möchten aber dennoch auf ihn aufmerksam machen, denn er soll ja auch nicht die nächsten Jahre bei uns im Auslauf sitzen, selbst wenn es zu seinem vorherigen Leben schon eine Verbesserung darstellt. Vielleicht findet sich ja doch auf diesem Weg jemand, der Pascha langsam kennenlernen möchte und absolut Kangal-erfahren ist. Die Voraussetzungen müssen natürlich stimmen. Bei Pascha gehen wir keine Kompromisse ein, denn er beißt, wenn ihm jemand oder etwas nicht passt. Das heißt sein künftiges Zuhause kann nur bei Menschen mit den entsprechenden Wohnverhältnissen sein, also Haus mit sicher eingezäuntem Garten.

Pascha wurde in einer Tierklinik durchgecheckt und seine Hüften und Hinterbeine wurden geröntgt, da er an einem Bein einen alten Bruch hat, der aber gut ausgeheilt ist. Trotzdem hat das Bein eine Fehlstellung zurückbehalten.
Pascha muss seine künftige Bezugsperson(en) langsam kennenlernen. Bei fremden Menschen reagiert er – typisch Herdenschutzhund – beschützend und geht, wie gesagt, auch nach vorne und beißt. Er braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt zeigt er sich bei seiner Bezugsperson im Tierheim völlig korrekt, ist lernwillig und ein wenig verspielt. Wir wissen, wie schwer es ist, für Pascha den richtigen Menschen zu finden und hoffen, dass es nicht aussichtslos ist. Nach seiner trostlosen Vergangenheit mitten in Deutschland abgeschoben und von niemandem beachtet hat Pascha es so verdient, eine zweites, besseres Leben zu bekommen!

Rasse Kangal
Geschlecht (chemisch kastrierter) Rüde
Geboren 2/2014
Größe 82 cm
Verträglich mit Artgenossen? ev. mit einer Hündin
Katzenverträglich? unbekannt
Verträglich mit anderen Tieren? unbekannt
Autofahren? unbekannt
Alleine bleiben? noch nicht
Im Tierheim seit 20.6.2018

© Fotos: Stefanie Lindemann


  

Notfall


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