Tierschutz Bonn u. Umgebung e.V.
Tierheim Albert Schweitzer

Tiervermittlung Katzen Hunde Kleintiere

Beringte Taube gefunden – was tun?

Brieftaubenring

Brieftaubenring

Bei einer beringten Taube handelt es sich meist entweder um eine Brieftaube oder eine Rassetaube. Bei beiden zeigen die Ringe an, dass die Taube jemandem gehört und sie abhanden gekommen ist. Der Ring dient der Identifikation, ähnlich wie ein Chip oder ein Ohr-Tattoo bei Katze und Hund. Achtung: bei „belatschten“ Rassetauben, also mit starker Befiederung der Füße, kann der Ring schon mal am Unterschenkel (oberhalb des ersten Gelenks, oft auch mit dem Oberschenkel verwechselt) angebracht sein. Die Taube ist daher das »Eigentum« von jemandem, eine »Fundsache« und ein Vorenthalten ist – rein rechtlich – eine »Unterschlagung von Eigentum«.

Brieftaubenringe sind aus Metall mit einer farbigen Kunststoffschicht überzogen. Die Ringe sind stets geschlossen, damit eine eindeutige Identifizierung der Taube möglich ist. Die Ringe der Rassetauben sind in der Regel geschlossene Kunststoffringe.

Um den Besitzer ausfindig zu machen, kann man verschiedene Internetdienste dafür nutzen. Für Brieftauben findet man unter www.brieftaube.de und für Rassetauben unter www.bdrg.de/taube-gefunden oder www.vdt-online.de Hilfe.

Für die Brieftauben gibt man die Vereinsnummer an. Daraufhin erhält man Namen und Telefonnummer des Vereinsvorsitzenden. Dieser wiederum kann mittels fortlaufender Nummer und Jahreszahl den Eigentümer nennen. Alternativ kann man unter Angabe der eigenen Postleitzahl einen Vertrauensmann in seiner Umgebung suchen. Dieser nimmt verflogene Brieftauben in seiner Nähe auf und kümmert sich um alles weitere.

Usbekischer Tümmler

Usbekischer Tümmler

Bei Rassetauben mailt man die komplette Ringnummer an die Service-Email des BDRG. Diese leiten dann Namen und Kontaktdaten des Ringverteilers weiter. Das weitere Vorgehen ist dann ähnlich dem bei gefundenen Brieftauben.

Da Rassetauben aber auch häufig auf Märkten verkauft werden, kann eine Suche auch schon mal ins Leere laufen.

Für ausländische Brieftauben gibt es ein ähnliches Verfahren. Für Brieftauben aus dem Ausland findet man unter folgenden Links Hilfe:

Meist ist Hilfe von Personen erforderlich, die die Landessprache sprechen.


Oftmals sind ein wenig Ausdauer und mehr als ein Telefonat erforderlich, da selten direkt der Eigentümer erreicht wird.

BITTE BEACHTEN:
Nicht alle Züchter wollen ihre Taube auch tatsächlich wieder zurück haben! Gerade bei den Brieftauben sind die Verflieger oft »Verlierer und Versager«, die bei ihrer Rückkehr nichts Gutes erwartet.

Gerade bei den Brieftauben sind die Verflieger oft »Verlierer und Versager«, die bei ihrer Rückkehr nichts Gutes erwartet. Als »unnötiger Fresser« und nicht erfolgsversprechender Flieger werden sie direkt getötet oder spätestens im Herbst »aussortiert«. Für den Züchter gehört das zu dem Sport dazu, für Tierfreunde ist das nicht verständlich.

Im Gespräch mit dem Züchter wird schnell klar, ob tatsächlich Interesse an der Taube besteht oder nicht. Ein interessierter Züchter kümmert sich um die Abholung seiner Taube selbst.

Er bittet weder darum, einfach zum nächsten Züchter zu gehen und die Taube dort abzugeben noch zählt er Gründe auf, warum ihm gerade jetzt eine Abholung nicht möglich ist. Der Züchter wird entweder selbst die Taube abholen oder einen Rücktransport organisieren. Zudem wird er sich nach dem Zustand der Taube erkundigen.

Bitte die Taube auch nicht einfach auf Anraten des Züchters mit Futter und Wasser versorgen, um sie nach 2-4 Tagen wieder fliegen zu lassen. Eine Taube, die man relativ einfach einfangen konnte, ist meist ausgelaugt und kann durch die Anstrengung anfällig geworden an einer Infektion leiden.

Rassetauben sollte man gar nicht wieder fliegen lassen. Sie sind meist keine besonders guten Flieger, haben kein ausgeprägtes Heimfindevermögen und sind oft leichte Beute von Fressfeinden.

BITTE NACHFRAGEN:
Man kann immer höflich nachfragen, was mit der Taube passiert und/oder ob er damit einverstanden ist, wenn man sie gerne behalten möchte – und ihr ggfs. ein neues Zuhause sucht. In der Regel bekommt man dann eine ehrliche Antwort zurück. Gleiches gilt, wenn man mit dem Vertrauensmann spricht.

Ist der Züchter damit einverstanden, dass man die Taube behält, kann man sich die Ringkarte, die den Besitzer der Taube ausweist, zuschicken lassen.

Erklärung zur Beringung

Die Angaben auf dem Ring einer deutschen Brieftaube bedeuten z. B.:

DV Deutscher Verband
03456 die Vereinsnummer
12 das Geburtsjahr der Taube (quer stehend)
123 laufende Nummer, anhand derer der Züchter, zusammen
mit der Jahreszahl, die Taube in seinem Bestand zuordnen kann

Tauben auf „Wettkampfflug“ tragen zusätzlich zum farbigen Verbandsring (je Jahr eine bestimmte Farbe) einen Tipes-Ring. In diesem schwarzen oder grünen klobig aussehenden Plastik-Ring ist ein Chip integriert, der die Ankunft der Taube im Schlag mittels elektronischer Erfassung sekundengenau anzeigt. Zusätzlich müssen diese Tauben eine Telefonnummer tragen, die es den Findern erleichtern soll, den Besitzer ausfindig zu machen. Entweder ist dies ein Telefon-Clipring oder ein Aufkleber, der auf dem Tipes-Ring angebracht wird. Leider scheinen sich die Aufkleber häufig zu lösen.

Brieftauben aus anderen Ländern haben eine entsprechende Länderkennung. Die Ringe sehen oft etwas anders aus, das Prinzip der Identifikation ist aber gleich. Brieftauben aus Belgien oder den Niederlanden tragen oft keinen Tipes-Ring, wenn sie auf Wettkampfflug sind. Der Chip ist im Verbandsring untergebracht. So müssen diese Tauben nicht einen zusätzlichen, klobigen Ring tragen. Das Prinzip ist aber das Gleiche.

Bei Rassetauben gibt es oft nur eine längere Nummer, zwei Buchstaben (die den Verein angeben) sowie das Schlupfjahr. Hier gibt es verschiedene Vereine und Verbände.


Sabine Brunelli
Taubenexpertin, Beirätin Vögel


TeilenShare on Facebook1Tweet about this on Twitter0Share on Google+0Email this to someone

  

Notfall


Notfall Bartagame im Tierheim Bonn

Lisa und Bart kamen in schlechtem gesundheitlichen Zustand zu uns. Mittlerweile konnten sie sich erholen und wir suchen für beide gemeinsam nun ein artgerechtes Zuhause für ein endlich glückliches Leben (mehr …)



Termin

Weihnachtsbasar im Tierheim vom 22.11. – 25.11. jeweils 14 bis 17 Uhr
mehr erfahren »


Wunschbaumaktion

Der Hobbymarkt Knauber hilft bei der Umsetzung von Tierwünschen
mehr erfahren »

Spenden


Werbepartner

amazon.de
Wenn Sie über diesen Link bestellen, erhält das Tierheim automatisch 5-12% vom Bestellwert!


Informationen



»Sammelsurium«

Der Second-Hand-Laden des Tierheims: Nützliches & Schönes wie Antiquitäten, Bücher, Porzellan, Kleidung etc.. Ort: Kasernen-Passage (Kasernenstr., Nähe Friedensplatz), geöffnet: Mo. bis Fr. 13 - 18 Uhr, Sa. 10 -14 Uhr.